Zoran-Djindjic-Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan

Inhalt und Ziele

Das Programm geht auf eine gemeinsame Initiative des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zurück und wurde 2003 nach dem Attentat auf den ersten demokratisch gewählten Premierminister Serbiens, Dr. Zoran Djindjic, initiiert. Es wird im Auftrag des BMZ durch die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt. Federführend in der Umsetzung ist der Ost-Ausschuss - Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft e.V., in Kooperation mit der Zoran Djindjic Stiftung in Serbien. Teilnehmende Länder sind Serbien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Nordmazedonien und Montenegro. Im Rahmen des Programms werden pro Jahr bis zu 75 Praktikumsplätze für hochqualifizierte Stipendiaten aus der Region in namhaften deutschen Unternehmen vermittelt mit den folgenden Zielen:

  • Wirtschaftsbeziehungen mit der Region intensivieren
  • Know-how-Transfer aus Deutschland an die Länder der Region ermöglichen
  • Netzwerk für die deutsche Wirtschaft schaffen
  • Image für die Wirtschaftskooperation mit und in der Region in der Öffentlichkeit in Deutschland und den Ländern des Westbalkans stärken
  • Vernetzung junger Eliten aus den Ländern der Region fördern
  • Regionale Zusammenarbeit zwischen den Ländern des Westbalkans stärken.

Die Teilnehmer absolvieren ein Praktikum von 3 bis 6 Monaten bei einem Unternehmen in Deutschland.

Teilnehmer des Programms sind Studierende der höheren Semester und Graduierte mit ersten Berufserfahrungen bis 29 Jahre und haben einen fachlichen Hintergrund im ökonomischen, ingenieurstechnischen, informationstechnischen, juristischen, journalistischen oder agrarökonomischen Bereich und sprechen Englisch und/oder Deutsch. Die Auswahl erfolgt anhand der Anforderungsprofile der Unternehmen.

Ablauf und Finanzierung

Die Unternehmen stellen die Managementkapazitäten und Praktikumsplätze zur Verfügung und tragen die Kosten für Unterkunft und Krankenversicherung. Tagegelder für die Praktikanten in Höhe von 550,00 Euro monatlich werden aus den Mitteln des BMZ finanziert.

Das Programm wird im Herbst 2019 in allen Ländern ausgeschrieben. Eine Vorauswahl anhand der Anforderungsprofile der Unternehmen erfolgt in persönlichen Interviews, mit Teilnahme von Vertretern der deutschen Wirtschaft und Alumni des Programms. Ab Mitte März werden den Unternehmen entsprechende Bewerbungsunterlagen von Kandidaten zur Auswahl zur Verfügung gestellt. Eine endgültige Entscheidung von den Unternehmen findet nach Durchsicht der Unterlagen im Frühjahr 2020 statt.

Alumni Netzwerk

Das Programm bietet seinen Absolventen ein sehr aktives regionales Netzwerk von Alumni an, um einen fachlichen und persönlichen Austausch der verschiedenen Generationen von Stipendiaten zu gewährleisten. In den letzten Jahren sind bereits mehr als 770 Alumni, die alle betriebswirtschaftliche Erfahrungen in Deutschland gesammelt und ein sehr breites Netzwerk in ihren Ländern sowie im internationalen Kontext haben dem Netzwerk beigetreten. Angeboten werden außerdem Regelmäßige Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen unserer Alumni. 

Bitte beachten Sie, dass Bewerbungen für Praktika 2019 vom 01.10.2019 - 11.11.2019 online möglich sein werden!

Die Praktika werden im Sommer 2020 beginnen.

Berichte von Stipendiaten

Erla Kadiu war Stipendiatin des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan und arbeitete im Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank. Dort war sie im Team Finanzsektorentwicklung in Südosteuropa tätig. In einem Gespräch berichtet Erla Kadiu, wie sie den Weg in die KfW gefunden hat, was sie an Deutschland schätzt und welche Aufgaben sie inne hatte.

Zum Interview von Erla Kadiu, Generation 2016, klicken Sie bitte hier.

Beitrag von Klodeta Idrizi
Beitrag von Elvin Civici